Mittwoch, 23. Mai 2018

Casanana
Foto: © Polizei

Viele Mängel im Schwerverkehr – Polizei kontrollierte auf der B 49

Leun | Einen Parkplatz bei Leun an der Bundesstraße 49 (Fahrtrichtung Wetzlar) hatten sich die Spezialisten des Regionalen Verkehrsdienstes Lahn-Dill heute Morgen für ihre Schwerverkehrkontrollen ausgesucht. Wie bereits bei den letzten Kontrollen war das Fazit am Ende des Vormittages kein Gutes: Nur zwei von 16 Fahrzeuggespannen konnten ohne jede Bemängelung die Kontrollstelle wieder verlassen.


Ganze 57.5 Tonnen wog das schwerste Gespann des Tages. Einen Schwertransport, beladen mit einem Bagger, zogen die Beamten auf den Parkplatz, um ihn genauer unter die Lupe zu nehmen. Dabei entdeckten sie schnell, dass etwas Entscheidendes fehlte: Das vorgeschriebene Begleitfahrzeug. So ergab sich zunächst eine Zwangspause für den Fahrer, der auf das Eintreffen eines solchen warten musste, dass seine Firma umgehend zur Kontrollstelle entsandte.

Die Weiterfahrt bekam auch ein mit Basaltmehl beladener Lastzug auf dem Lahn-Dill-Kreis vorübergehend untersagt. Seine Reifen waren derart abgefahren, dass bereits die Karkasse durchschaute. Eine zu große Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer folgerten die Beamten und stoppten den Transport. Erst nachdem ein vom Fahrer verständigtes Servicefahrzeug vor Ort die Reifen gewechselt hatte, konnte er seine Fahrt fortsetzen.

Doch diese beiden „schweren Jungs“ waren nur die Spitze des Eisberges. Diverse Bußgeldbescheide werden sich in den nächsten Wochen auch in den Briefkästen anderer Fahrer und Fahrzeughalter landen. Vier Verstöße gegen die Sozialvorschriften, zwei gegen die Ladungssicherung, zwei wegen technischer Mängel, zwei wegen Überladung und zwei wegen fehlender Genehmigungen wurden und werden von den Beamten unter anderem gefertigt und an die zuständigen Behörden zur Ahndung weitergeleitet. Manche Fahrer konnten direkt vor Ort bezahlen, etwa weil sie zu allen Mängeln auch noch vergessen hatten sich anzuschnallen, als sie sich hinters Steuer setzten.

Der Regionale Verkehrsdienst setzt auf gesamtheitliche Kontrollen, die durchaus bei einem einzigen Fahrzeug schon mal ein bis zwei Stunden dauern können. Neben den notwendigen Papieren, wird die Einhaltung der Geschwindigkeit, der vorgegebenen Lenk- und Ruhezeiten und der Zustand der Ladung überprüft. So kam auch die mobile Radlastwage wieder zum Einsatz, um festzustellen, ob das Fahrzeug überladen ist oder die zulässige Anhängelast von Fahrzeugen überschritten wurde. Dabei geht es auch um die Feststellung, ob der Fahrzeugführer die notwendige Fahrerlaubnis für sein Gespann nachweisen kann.

Eines lässt sich aus der hohen Beanstandungsquote dieser Kontrolle zweifelsohne folgern: Weitere Kontrollen sind erforderlich und werden zeitnah folgen. (ots)

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