Mittwoch, 23. Mai 2018

Casanana
Foto: © Polizei | Symbolfoto

Die Polizei warnt: Flasche Polizeibeamte am Telefon

Korbach | Betrüger versuchen zurzeit unter Vorspiegelung falscher Tatsachen an Kontodaten zu gelangen. Bei der Korbacher Kripo sind gestern bislang vier Fälle aus Korbach und einer aus Winterberg bekannt geworden. In allen fünf Fällen gaben sich die Betrüger als Polizeibeamte aus. Sie nutzen dabei eine bestimme Technik, die es ihnen ermöglicht, auf der Rufnummernanzeige der Telefone ihrer Opfer die Telefonnummer der Korbacher Polizei anzuzeigen.

Ihr Ziel ist es, an die Kontodaten der zumeist älteren Opfer zu gelangen. Bei dieser jüngsten Masche geben die Betrüger vor, zwei Männer aus Bulgarien und Rumänien festgenommen zu haben. Bei ihnen habe man die Adress- und Kontodaten der Angerufenen gefunden mit dem Verweis, dass dort noch in dieser Nacht ein Einbruch erfolgen solle. Anschließend nutzten die Betrüger die Sorge ihrer Opfer, um die Kontodaten „abzugleichen“ und nannten dabei die Bankleitzahlen der hiesigen Banken. In allen Fällen sprach der unbekannte Betrüger akzentfreies Deutsch. In einem Fall hat eine Geschädigte einen leichten osteuropäischen Akzent erkannt.

Die Betrüger suchten sich ihre Opfer offenbar gezielt im Telefonbuch aus. Alle tragen den gleichen Vornamen „Hildegard“. Es ist aber nicht auszuschließen, dass sie sich demnächst andere Vornamen aussuchen, die auf ältere Menschen schließen lassen.

Bei einem zurückliegenden, ähnlichen Fall haben die Betrüger ihre gutgläubigen Opfer als „Finanzagenten“ missbraucht. Nachdem sie die Kontodaten ihrer Opfer erfragt haben, haben sie Geld auf dieses Konto überwiesen mit der Aufforderung, es an ein ausländisches Konto weiter zu leiten. Wenn man dies macht, zieht das automatisch ein Strafverfahren nach sich, denn in solchen Fällen wird der Tatbestand der Geldwäsche erfüllt.

Tipps der Polizei: – Geben Sie ihre Kontodaten nie am Telefon bekannt, auch nicht, wenn vermeintliche Behördenvertreter wie Polizei, Staatsanwaltschaft oder Gericht danach fragen. – Haben Sie Zweifel oder sind Sie bereits geschädigt, wenden Sie sich an ihre zuständige Polizeidienststelle.

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