Mittwoch, 23. Mai 2018

Casanana
Foto: © Polizei

Nach Regionalliga-Auftaktspiel – fünf Festnahmen

Kassel | Die Auftaktbegegnung zur neuen Spielzeit 2015/2016 in der Regionalliga Südwest zwischen dem KSV Hessen Kassel und den Offenbacher Kickers endete am Freitagabend vor 5.300 Zuschauern im Kasseler Auestadion 2:2 unentschieden. Vor und während des Spiels blieb es zwischen den Fan-Lagern ruhig. Die Auseinandersetzung beschränkte sich auf Fan-Gesänge. Nach dem zwischenzeitlichen 0:2 benahmen sich wieder einmal heimische Fans daneben, als sie im KSV-Fanblock Pyrotechnik und Rauchkörper zündeten. Ein Tatverdächtiger konnte nach dem Spiel identifiziert und festgenommen werden. Gegen ihn wird wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt. Der umjubelte Ausgleich gelang dem KSV mit späten Treffern in der 82. Minute und in der Nachspielzeit.

Nach dem Spiel warfen KSV-Fans vor dem Stadion Böller und versuchten wie so oft, an den Polizeikräften vorbei zu den Offenbacher Fan-Bussen zu gelangen. Dies konnte die Polizei mit ihrer Einsatztaktik erfolgreich verhindern. Bei Auseinandersetzungen vor der Fan-Kneipe Rauchfang in der Frankfurter Straße wurde nach dem Spiel ein Polizeibeamter leicht verletzt, ein Tatverdächtiger vorläufig festgenommen. Ein KSV-Anhänger muss sich außerdem wegen Zeigen des Hitlergrußes strafrechtlich verantworten. Auch er wurde vorläufig festgenommen. Gegen zwei weitere KSV-Fans wird nach massiven Beleidigungen gegenüber Einsatzkräften der Polizei ebenfalls strafrechtlich ermittelt.

Die Frankfurter Straße musste zwischen 21:30 und 22 Uhr kurzfristig stadteinwärts zum Teil voll gesperrt werden, weil KSV-Chaoten auf der Straße herumliefen. Auch ein Wasserwerfer wurde dort um 21:50 Uhr vorsorglich in Position gebracht. Dazu musste der Fahrstrom der Straßenbahn kurz abgeschaltet werden. Nachdem sich die Lage wieder beruhigt hatte, konnten die Bahnen ab 22 Uhr wieder fahren.

Vier OFC-Anhänger mussten sich noch vor dem Spiel einer Identitätsfeststellung unterziehen. Sie sollen am „Spielfeldsturm“ beim Relegationsrückspiel der Kickers zum Aufstieg in die 3. Liga am 31. Mai gegen den 1. FC Magdeburg beteiligt gewesen sein. Die drei 18 Jahre alten Männer und einen 17-Jährigen, alle stammen aus Offenbach, erwarten jetzt Strafanzeigen wegen Hausfriedensbruch. Sie müssen außerdem mit einem zweijährigen, bundesweiten Stadionverbot rechnen. Einen dieser vier muss sich zudem in einem Strafverfahren wegen der Unterschlagung einer EC-Karte verantworten.

„Unser Einsatzkonzept der konsequenten Fan-Trennung ist aufgegangen“, zog Polizeidirektor Michael Tegethoff ein erstes Fazit bereits nach dem Spiel. „Einige KSV-Anhänger suchen leider immer wieder die Auseinandersetzung mit den gegnerischen Fans. Wenn die dann weg sind, ist scheinbar die Polizei der Gegner. Das ist sehr bedauerlich, weil heute auch ein Polizeibeamter verletzt wurde und diese sogenannten Fans damit nicht nur sich selber sondern auch ihrem Verein schaden“, erklärte der Polizeiführer abschließend.

Veröffentlicht von:

weitere Empfehlungen der Redaktion

Jetzt Facebook-Fan werden

Bleiben Sie immer up to date und erhalten Sie die neusten Nachrichten aus der Region Hessen auch auf Facebook.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen